VOLT – was ist das denn?

März 21, 2019 Aus Von thomasburmeister

Wer mich kennt, weiß dass ich ein durch und durch politischer Mensch bin. Warum? Nun, zum einen ist es natürlich das Interesse an den Vorgängen in unserer Gesellschaft und der Welt. Doch ich weiß auch: Eine Demokratie funktioniert nur, wenn wir alle etwas dafür tun.

Was mich vielleicht von anderen Politikern unterscheidet, ist die Tatsache dass ich den politischen „Gegner“ nicht als einen solchen sehe – sondern zuvorderst immer erst als Mensch. Denn wer sich das Spektrum der demokratischen Parteien in Deutschland anschaut (und hier nehme ich die AfD bewusst aus), wird feststellen dass auch in Anbetracht der Grenzen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung die Unterschiede zwischen diesen Parteien eher überschaubar sind.

Doch die Parteien der klassichen „Bauart“ eint auch eines: Sie sind national (teilweise auch regional – siehe CSU). Kann das die Antwort auf die Globalisierung und die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft sein?

Darüber hinaus herrscht in den Parteien ein Hauen und Stechen, was man sich als Außenstehender nicht vorstellen kann. Dies durfte ich am eigenen Leib der den Neuen Liberalen kennenlernen, deren niedersächsischer Landesvorsitzender ich von April 2015 bis zu meinem Austritt im Februar 2017 war. Und kurze Zeit später durfte ich bei „Demokratie in Bewegung“ erkennen: Man macht selbst vor Verleumdungen nicht halt.

Mit großem Interesse habe ich die Entwicklung politischer Start-Ups in den letzten Monaten verfolgt. Initiativen wie „Puls of Europe“ haben eines geschafft: Sie haben die nationalen Grenzen überschritten und agieren (mehr oder weniger erfolgreich) in ganz Europa.

VOLT kann die Antwort auf die Politikmüdigkeit sein

Doch all diese Bewegungen eint eines: Sie verfügen über keinen vernünftigen Organisationsgrad (aktuell der in meinen Augen einzige Wettbewerbsvorsprung etablierter Parteien). Eine Ausnahme dazu stellt VOLT dar. Denn VOLT ist bereits kurze Zeit nach Gründung europaweit aktiv – und verfüg über rund 10.000 Mitglieder europaweit. Immer noch verschwindend wenig im Vergleich zu den „Volks“-parteien – aber eine ganze Menge im Vergleich zu anderen (und teilweise älteren) Polit-Start-Ups.

Wer sich für VOLT interessiert, stößt nicht zuerst einmal auf Barrieren aus Orts- und Kreisverbänden. Nein, wer sich für diese Bewegung interessiert, trifft sofort auf Menschen. Menschen, die eines eint: Der Traum von einem einigen, fairen und gerechten Europa.

Daher sehe ich die große Chance, dass VOLT eine politische Heimat nicht nur für mich, sondern auch für die schweigende Mehrheit sein kann. Für die Mehrheit, welche keine Lust mehr auf politischen Stillstand hat und sich eine klar pro-europäische Bewegung wünscht.

Ich bleibe dran!