Was ist denn mit dem Kühnert los?

Mai 2, 2019 Aus Von thomasburmeister

Nun also ist es raus: der JuSo-Vorsitzende Kevin Kühnert ist der Meinung, dass Unternehmen (exemplarisch führt er die Bayerischen Motorenwerke an) kollektiviert werden sollten. Und als ob das nicht genug wäre, meint er darüber hinaus, dass sich Immobilieneigentum höchstens auf die eigene selbst genutzte Immobilie beschränken sollte.

Seine Begründung? Ohne Kollektivierung wäre eine „Überwindung des Kapitalismus“ nicht möglich.

Kollek…was?

Was will uns der Dichter mit „Kollektivierung“ sagen? Nun, bringen wir es auf den Punkt: Kühnert spricht von Verstaatlichung. Er ist also der Meinung, dass jeder einzelne von uns nicht mehr Eigentum haben sollte, als zum Leben benötigt wird. Alles andere soll dem Staat gehören. Dabei ist es ja nicht so, dass dies eine neue Idee ist. Nein, sein Vorschlag wurde bereits vor geraumer Zeit realisiert – und wird es in einzelnen Staaten noch immer. Mir fällt da spontan die DDR ein, bzw. der gesamt ehemalige „Ostblock“. Hat ja auch prima funktioniert. So prima, dass die Bevölkerung auf die Straße gegangen ist und die Machthaber in einer friedlichen Revolution aus den Ämtern gejagt hat. Zugegeben, der finanzielle Misserfolg dieses Modells war nicht der einzige Grund – aber einer von mehreren.

Entsprechend deutlich fiel auch die Reaktion auf diesen hanebüchenen Vorschlag des Herrn Kühnert aus.

Was wir aber nicht vergessen sollten

Die Ausführungen von Kevin Kühnert legen den Fokus jedoch auf eine ganz andere Problematik. Nämlich darauf, dass das Vermögen extrem ungleich verteilt ist. Das gilt es zu ändern – alleine schon um den sozialen Frieden jetzt und in Zukunft zu sichern. Dafür gibt es genügend Stellschrauben und Möglichkeiten – Verstaatlichung ist keine davon. Und das ist gut so!