Über mich

1965 in der Grenzstadt Helmstedt geboren, lernte ich die unmittelbaren Folgen von Grenzen am eigenen Leib erkennen. Als wir das erste Mal meine in der damaligen DDR lebenden Verwandten besuchten, namen die Grenzer das Fahrzeug meiner Eltern regelrecht auseinander (mein Vater war 20 Jahre zuvor geflüchtet).

Im Osten wie im Westen wurde ein Feindbild gepflegt, welches erst im Rahmen von Glasnost und Perestroika aufgeweicht wurde. Als dann 1989 die Grenzen quasi „über Nacht“ fielen, war es für uns alle undenkbar, dass wir noch einmal etwas ähnliches erleben würden.

Doch wir sind wieder auf dem besten Wege, in alte Muster zurück zu fallen: Alte Feindbilder brechen wieder auf, Ost und West stehen sich in Person des US-amerikanischen und des russischen Präsidenten unversöhnlich wie schon lange nicht mehr gegenüber. Und als ob es völlig normal wäre, zieht die AfD wie selbstverständlich in die Landtage und den Bundestag ein.

Doch das alleine scheint noch nicht genug zu sein. Denn die Briten beschließen im Rahmen eines „Referendums“ den Austritt aus der EU – der absolute Supergau für aufrechte Demokraten.

Weitere Probleme und Herausforderungen sehe ich in der zunehmend ungleicheren und ungerechteren Verteilung der Vermögen. Multinationale Konzerne verdienen ein Vermögen und empfinden es offensichtlich als „normal“, hierauf keine Steuern zu bezahlen.

Zeit also, sich wieder politisch zu engagieren – ob nun in einer Partei oder nicht. Doch wir können, sollen und dürfen nicht so tun, als gingen uns diese Entwicklungen nichts an. Denn wenn irgendwann die „schweigende Mehrheit“ zum Schweigen verdammt wird – dann ist es zu spät!

Ich stehe ein für eine starke Europäische Union, eine föderale Republik Europa und eine Abkehr von der Kirchturmpolitik der nationalen Regierungen. Für mehr soziale Gerechtigkeit und eine starke Friedenskraft Europa.